Im Marketing wurde dieser Begriff vor allem durch die Traumfabrik Hollywood geprägt. Erfolgreiche Spielfilme, die auf Grund technischen Fortschritts und komplett veränderten Sehgewohnheiten der heutigen Kernzielgruppe keinen relevanten Umsatz mehr erzielen, werden immer öfters einem so genannten „Reboot“ unterzogen.

Hierbei sind nicht die klassischen Fortsetzungen gemeint wie STAR WARS Teil 8 oder MISSION IMPOSSIBLE Teil 5, sondern Neuverfilmungen.

Da stellt sich die Frage: Warum einen bestehenden Film komplett neu verfilmen, wenn man mit demselben Budget etwas Innovatives, Neues schaffen könnte?

Auch Filmklassiker sind MARKEN. Marken, die wir alle gut kennen, von denen wir vielleicht schon unseren Kindern und Enkeln erzählt haben, die sich dann aber für die längst überholten, alten Kamellen ihrer Eltern und Großeltern nicht wirklich erwärmen können. Mit einem Reboot wird einer vertrauten, aber verstaubten MARKE neuer Glanz verliehen. Das gewohnte (die Handlung) bleibt, aber die Verpackung (Schauspieler, Schnitt, Effekte, Musik) sind dem heutigen Geschmack angepasst. Zugegeben – das gelingt nicht immer, aber warum eine starke MARKE untergehen lassen?

Der Begriff MARKEN-REBOOT ist vor allem dann sehr treffend, wenn es sich um eine radikale Umpositionierung einer Marke handelt. Das passiert beispielsweise, wenn sich Konsument und Marke so weit voneinander entfernt haben, sei es durch Überalterung der Kernzielgruppe – wie es bei Luxus-Ressorts in der Reisebranche vorkommt –, sodass eine vorsichtige Neuausrichtung oft nicht mehr ausreicht. Mit dem Begriff MARKEN-REBOOT wird der gesamten Mannschaft der Marke unmissverständlich klar gemacht, dass die Änderungen tiefgreifend sein werden, um am Markt wieder Fahrt aufnehmen zu können.

Ob, wann und wie ein Marken-Reboot in Erwägung gezogen wird, kristallisiert sich meist während klassischer Markenworkshops zur Markenpositionierung heraus.

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